Das "Dortmunder U"


Das "Dortmunder U", auch "U-Turm" genannt, ist ein 1926/1927 als „Gär- und Lagerkeller“ der Dortmunder Union Brauerei errichtetes Hochhaus am westlichen Rand der Dortmunder City. Der Name ist abgeleitet von dem 1968 auf dem Hauptturm aufgebrachten und 2008 komplett restaurierten Firmenzeichen der Brauerei: ein vierseitiges, neun Meter hohes, vergoldetes und beleuchtetes „U“ nach einem Entwurf des Architekten Ernst Neufert.

Nach der Verlagerung des Brauereistandorts 1994 blieb von den Betriebsgebäuden nur das unter Denkmalschutz stehende, bekannteste Bauwerk des Dortmunder Ingenieurs und Architekten Emil Moog stehen. Die Stadt Dortmund erwarb 2007 das Areal und ließ das bis dahin leer stehende „Dortmunder U“ als Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt Europas – RUHR.2010 zum Zentrum für Kunst und Kreativität umbauen. Es beherbergt u. a. das Museum Ostwall und den Hartware Medienkunstverein.

Gründungsdirektor war Andreas Broeckmann, der 2011 an die Universität Lüneburg wechselte. 2017 übernahm der Kunstwissenschaftler und Generaldirektor des Centraal Museum in Utrecht, der Niederländer Edwin Jacobs, die Leitung des U, ebenso die Leitung des im U beheimateten Museums Ostwall.

Die Videokunst in der Dachkrone ist von Adolf Winkelmann.
Seit Mai 2010 werden drei Stationen der Installation Fliegende Bilder von Adolf Winkelmann im Dortmunder U gezeigt. Die Station an der Dachkrone ist die erste Station, genannt U-Turm Bilderuhr Weitere Stationen der fliegenden Bilder sind im Foyer die Ruhrpanoramen (derzeit (2018) nicht zu sehen) und im Treppenhaus die Kunstvertikale Neun Fenster in der Vertikalen.

Auf der Außenseite der Station an der Dachkrone sind, in einer extra für den U-Turm entworfenen Technik, 1,7 Mio. lichtstarke Outdoor-LEDs, die auf 6.000 LED-Lamellen sitzen (pro Lamelle etwa 200 LEDs), montiert und an den jeweiligen Tag und Stunde angepasste Videokunst zeigen. Die Leuchtleistung ist in der Nacht weniger intensiv eingestellt als am Tag. Die Bilderuhr auf der Dachkrone läuft täglich von 6:00 Uhr morgens bis Mitternacht. In der Zwischenzeit ist auf jeder Seite die aktuelle Uhrzeit zu sehen. Jeder Tag hat sein eigenes Motiv. Zum Sonnenuntergang zeigen sich die Erinnerungen an die Motive der letzten zwei Tage, da erfahrungsgemäß auswärtige Gäste in der Stadt zu dieser Zeit den U-Turm zu sehen bekommen Brieftauben erscheinen von montags bis freitags immer zur vollen Stunde, am Wochenende sind es weiße Tauben. Bei Heimspielen von Borussia Dortmund sind schwarz-gelbe Kickerfiguren zu sehen. An speziellen Tagen (Weihnachten, Siegen des in Dortmund beheimateten Ruder-Achters, Terror-Anschlägen etc.) werden besondere Videos aufgespielt. Rund um die Uhr sind zwei Mitarbeiter im ersten Stock des U-Turms damit beschäftigt, die Videoinstallation zu überwachen und zu steuern. Die Stromkosten in Höhe von etwa 80.000 Euro jährlich werden von der Stadt übernommen.


Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Dortmunder_U