Sprengung Kraftwerk Knepper

Kraftwerk Knepper: Erfolgreiche Sprengungen schaffen Platz für 3500 Arbeitsplätze zwischen Dortmund und Castrop

Textquelle: Nordstadtblogger.de

Eine weitere Dortmunder Landmarke ist gefallen

Am Sonntag (17. Februar 2019) um 11.25 Uhr bzw. um 12.10 Uhr ließ Sprengmeister André Schewcow mit insgesamt 218 Kilogramm Sprengstoff die markantesten Bauteile des früheren Kraftwerk Knepper auf der Stadtgrenze von Dortmund zu Castrop-Rauxel fallen. Leicht verspätet, aber dafür genau wie geplant, fielen die riesigen Bauwerke. 



Zunächst wurde um 11.25 Uhr wurde das Kesselhaus mit angrenzendem Treppenhaus/ Fahrstuhlschacht gesprengt. Rund acht Kilogramm gelatinöser Sprengstoff und eine geringe Menge plastifizierter Sprengstoff haben exakt bis zu 63 Millimeter Stahldicke durchtrennt. So landete nach vier Sekunden das Gebäude passgenau in dem dafür vorbereiteten Fallbett. Übrig bleiben gut 9.500 Tonnen Stahlschrott. Um diese Präzision zu erreichen, wurden im Vorfeld einige Probesprengungen zu Messzwecken durchgeführt.
 



Um 12.10 Uhr folgte die zweite Sprengung. Kühlturm und Schornstein kamen dabei mit einigen Sekunden Abstand zu Fall. Dank rund 60 Kilo gelatinösem Sprengstoff, der in rund 900 Bohrlöchern versenkt wurde und mit Unterstützung von Kippgelenken zur Richtungspräzision, lag der Schornstein nach gut 12 Sekunden genau an der dafür vorgesehenen Stelle. 

Der Kühlturm wurde mit rund 150 Kilo Sprengstoff, verteilt auf gut 600 Bohrlöcher, zu Fall gebracht und landete bereits nach drei Sekunden am Boden. Hier kommen mit beiden Gebäuden gut 19.000 Tonnen Stahlschott und Bauschutt zusammen. Die Menge des eingesetzten Sprengstsoffs sei dabei nicht sonderlich spektakulär. „In Steinbrüchen wird mehr Sprengstoff verwendet“, macht Sprengmeister André Schewcow deutlich.